Handlung und Reflexion
Im Praxisseminar "Handlung und Reflexion" lernen die Studierenden die Konzeption, Kommunikation, Realisation und Dokumentation einer Aktion. Verlangt werden eine grundsätzliche kritische Betrachtung alltäglicher Handlungen und der dazugehörigen Entscheidungsgrundlagen. Die Konzepte für die Aktionen entstehen aus persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Gesellschaft. Die eigene Person und ihr Handlungsspielraum dienen dazu als Experimentier- und Spannungsfeld.
Performative Vorträge
Die Studenten erarbeiten in kleinen Gruppen performative Vorträge zu wichtigen künstlerischen Positionen der Konzept- und Aktionskunst. Im Dialog versuchen die einzelnen Gruppen die jeweilige künstlerische Haltung nachzuvollziehen und dieses Verständnis in einen performativen Vortrag weiterzuentwickeln.
So wird’s gemacht
Welches sind die Produktions- und Rezeptionsbedingungen von bildender Kunst in Zürich? Im Rahmen des Praxisseminars besuchen wir Künstler in ihrem Atelier, Kuratoren im Museum, Galeristen in der Galerie, Kritiker auf der Redaktion und Sammler in ihrer Sammlung, um sie an ihrem Arbeitsplatz nach ihren Arbeitbedingungen zu befragen.
Mitgedacht
Der Dozent lässt seine Studierenden spielerisch an seiner eigenen Arbeit mitdenken, indem er sie wöchentlich mit einer brennenden Frage aus seinem Arbeitsalltag konfrontiert.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Schnittstelle von Architektur und Kunst: Wo treffen Kunst und Architektur aufeinander? Wie beeinflussen sie sich?
Als Schwerpunkt befassen wir uns mit dem Raum: Was könnte Raum sein?
Wie verhalten wir uns körperlich dazu? Innenraum, Aussenraum, Raumwahrnehmung, Fiktion, Vorstellungsräume, Modelle, soziale Räume.
Vormittags werden Vorträge gehalten über künstlerische Positionen der 70er Jahre bis heute, die sich mit Raum im weitesten Sinn befassen. Es werden Texte zur Raumtheorie sowie fiktive Erzählungen gelesen. Ausstellungsbesuche und Diskussionen ergänzen den Unterricht. Nachmittags wird praktisch an den individuellen Projekten gearbeitet. Modelle gebaut, gezeichnet, fotografiert, geschrieben. Das bevorzugte Medium ( z.B. Zeichnung, Video, Text) ergibt sich durch die Idee, das Konzept, und kann sich durch den Arbeitsprozess verändern.
Beim praktischen Arbeiten ist es wichtig, das Potenzial von Umwegen zu erkennen, das Entwickeln, Festigen, Behaupten einer eigenen Sichtweise, Haltung, Sprache und Bildsprache. Damit genügend Zeit bleibt, sich auf eigene sowie gemeinsame Prozesse einzulassen und die Auseinandersetzung zu vertiefen, wird das Jahr in drei grössere Projekte eingeteilt:
1. Funktionslose Räume oder utopische Modelle
Es wird nach Formen oder Objekten gesucht, die als Raum gedacht und weiterentwickelt werden können, mit ihren fiktiven Zuständen und Konsequenzen.
2. Raum und Inszenierung
Was könnte sich in einem Raum abspielen?
Wie beeinflusst der Raum das Geschehen?
Wie verhält sich der Körper zum Raum?
Erinnern sich Räume?
3. Freies Projekt
Es werden eigene Projekte zum Thema Raum entwickelt.